Manuel Reig, Architekt

Seit etwa 1973 hat sich meine Arbeit inhaltlich zunehmend an bauökologischen und baubiologischen Maßstäben, so wie an den physischen, seelischen, geistigen und sozialen Lebensbedingungen  orientiert.

 
1981 war ich an einem Kollegenkreis beteiligt, der den „Bund Architektur und Baubiologie“ BAB, heute B.A.U. „Bund Architektur und Umwelt“ als Berufsverband begründete.
 
Die Arbeit meines Büros gründet auf den Gedanken sozial- und umweltverträglicher, nachhaltiger Bauweisen. Mein Ziel ist in erster Linie, Erkennbarkeiten zu schaffen, Entwürfe so zu gestalten, dass sie einen künstlerischen Anspruch erfüllen. Sie müssen dabei in die wirtschaftliche Situation des Bauherrn passen. Ich arbeite daher eigentlich nicht  f ü r,  sondern  m i t  meinen Bauherrn in gemeinsamer Verantwortung.
 
Den roten Faden der konzeptionellen Entwicklung der Bauaufgabe, von der Formulierung der Aufgabenstellungen bis zum fertigen Gebäude, bildet die Arbeit der Menschen an ihren Lebensbildern und Lebensproblemen. Als Architekt werde ich, meist unausgesprochen, manchmal aber bewusst und sehr direkt einbezogen.
 
Geophysikalische Untersuchungen sollten verifizierbar sein, weshalb ich einen mit physikalischem Messgerät arbeitenden Baubiologen empfehle, mit dem ich zusammenarbeite.
 
Auf dieser Basis habe ich, durch Ärzte veranlasst, „erweiterte“ Hausuntersuchungen gemacht. Bei diesen „erweiterten“ Hausuntersuchungen ergeben sich nicht selten Aspekte, die eine Krankheitswurzel nicht oder nicht nur im Baumaterial, Konstruktion und Elektrosmog haben, sondern zumindest auch in wohnpsychologischen und sozialen Konstellationen. Ein vom Architekten  angeregter „entwurfsähnlicher“ Arbeitsprozess kann helfen, den Boden für eine erfolgreiche ärztliche Therapie aufzubereiten.
 
Das Arbeitsgebiet meines Büros hat sich umfassend entwickelt: Innenausbau mit Möbelentwürfen, Lampenentwürfe für Louis Poulsen, die bildnerische Gestaltung des Prospektes der neuen  Klais-Orgel in der evangelischen St. Andreaskirche in Springe, bei der ich Intarsien in den Schwellwerkstüren eigenhändig schneiden konnte. Schulbau, Um-. und Neubau von Einfamilien- Wohn-, Verwaltungs-, Hotel- und Industriegebäuden, eine Geigenbauerwerkstatt in Holstein, Freigehege und Kleintierstallungen im Allwetterzoo Münster, Brücken in Parkanlagen, bis hin zu städtebaulichen Aufgaben, wie dem Ökopark in Potsdam, einem Projekt des Landes – und Bundesumweltamtes oder der Solarsiedlung in Oelde-Sünninghausen nach den Kriterien des „50-Solarsiedlungen“ – Programms der Landesregierung NRW.
 

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